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Als Universum [von lat.: universus = gesamt; von unus und versus = „in eins gekehrt] wird allgemein die Gesamtheit aller Dinge und Objekte bezeichnet. Im Speziellen meint man damit den Weltraum, auch Weltall oder [von griechisch kósmos – (Welt) Ordnung, Schmuck, Anstand; das Gegenstück zum Chaos] und bezeichnet die Welt bzw. das Weltall sowohl als das sichtbare Universum als auch als geordnetes, harmonisches Ganzes.
Der Begriff Universum wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Weltall eingedeutscht. Oft wird mit dem Begriff Weltraum auch nur der Raum außerhalb der Erdatmosphäre bezeichnet. Da der Übergang von der Erdatmosphäre zum Weltraum fließend ist, existieren mehrere festgelegte Grenzen. International anerkannt ist die Definition der Fédération Aéronautique Internationale, nach der der Weltraum in einer Höhe von 100 km beginnt. Nach der Definition der NASA und der US Air Force beginnt der Weltraum bereits in einer Höhe von etwa 80 km [50 Meilen] über dem Boden.
Es werde Licht! In der klassischen Urknalltheorie wird angenommen, dass das Universum zu einem bestimmten Augenblick, dem Urknall [engl. Big Bang], entstand und sich seitdem ausdehnt. Diese Theorie macht jedoch keine Aussagen darüber, was vor dem Urknall war oder wodurch er ausgelöst wurde. Sie trifft aber sehr wohl die Aussage, dass Zeit und Raum mit dem Urknall erst entstanden sind. Somit ist die Frage, was davor war, sinnlos, da es in doppelter Hinsicht kein "davor" gibt: Weder hat zu einem Zeitpunkt vor dem Urknall ein Raum existiert, in dem etwas hätte stattfinden können, noch ist ein Zeitpunkt vor dem Urknall überhaupt definierbar. Das Alter des Universums ist aufgrund von Präzisionsmessungen des Satelliten WMAP mit 13,7 Milliarden Jahren relativ genau datierbar. Dieses Alter kann auch durch Extrapolation von der momentanen Expansionsgeschwindigkeit des Universums auf den Zeitpunkt, an dem das Universum in einem Punkt komprimiert war, berechnet werden. Diese Berechnung hängt aber stark von der Zusammensetzung des Universums ab, da Materie bzw. Energie durch Gravitation die Expansion verlangsamen. Die bisher nur indirekt nachgewiesene Dunkle Energie kann die Expansion allerdings auch beschleunigen. So können verschiedene Annahmen über die Zusammensetzung des Universums zu verschiedenen Altersangaben führen. Durch das Alter der ältesten Sterne kann eine untere Grenze für das Alter des Universums angegeben werden. Im aktuellen Standardmodell stimmen beide Methoden sehr gut überein.
Zweifel am Urknall Daten des Weltraumteleskops WMAP ["Wilkinson Microwave Anisotropy Probe"] zeigen, dass große Galaxienhaufen keine Spuren ["Schatten"] in der kosmischen Hintergrundstrahlung hinterlassen haben. Das aber müssten sie, wenn die gegenwärtigen Urknall-Theorien stimmen sollen. "Unter den 31 Galaxienhaufen, die wir untersucht haben, zeigten einige einen Schatteneffekt, andere zeigen ihn nicht", sagt Studienleiter Dr. Richard Lieu von der Universität von Alabama in Huntsville.
Superstrings Der Mathematiker und theoretische Physiker Prof. Robbert Dijkgraaf von der Uni Amsterdam versucht mit Hilfe von Strings den menschlichen Geist, die Biologie, Moleküle und Atome zu verstehen. Im Gegensatz zu punktförmigen Teilchen können die schleifenförmigen Strings viele verschiedene Formen annehmen. Ein String kann Materie werden, Atomkerne zusammen halten, Licht sein und sogar Gravitation erzeugen, meinen zumindest die Theoretiker, die von den Strings überzeugt sind wie Dijkgraaf.
Wurmlöcher "Wenn wir ein Wurmloch durch den Kosmos finden oder konstruieren können, hätten wir ungeahnte Möglichkeiten, in unserem Universum herumzureisen", hofft Peter Christian Aichelburg, Theoretischer Physiker an der Universität Wien. "Gäbe es eine direkte Verbindung zu anderen Galaxien, eröffnete uns das ungeahnte Möglichkeiten." Doch dafür bedürfte es einer exotischen Energieform. Negative Energie - nicht zu verwechseln mit Antimaterie, denn auch die hat positive Energie - gibt es tatsächlich. Doch auch eine Reise hindurch wäre schwierig, denn diese "ganz normale" Materie mit positiver Energie würde die Wandung direkt instabilisieren. Hinzu kommt der "Quantenzins" dieses Energiedarlehens: "Wie Schulden negatives Geld sind, das zurückgezahlt werden muss, so ist negative Energie ein Energiedefizit. Je größer das Darlehen, desto kleiner die maximal zulässige Darlehensdauer", schreiben Lawrence H. Ford und Thomas A. Roman, Physik-Professoren an der "Tufts University" in Massachusetts und an der "Central Connecticut State University". "Die Natur ist ein unerbittlicher Bankier und fordert Schulden stets zurück. Quantenschulden sogar mit Zinsaufschlag."
Was ist Zeit? "Die Zeit ist ein großes Geheimnis im Universum. Zeit vergeht, Zeit verläuft und Zeit misst den Unterschied zwischen zwei Zuständen, einem Anfangszustand und einem Endzustand. Alle Menschen beginnen als Babys und sterben. Deswegen sind alle Lebewesen Zeitmessgeräte", so Astrophysiker Prof. Harald Lesch.
Universum existiert noch 30 Milliarden Jahre Das Universum hat noch mindestens 30 Milliarden Jahre vor sich, bevor es möglicherweise langsam zerstört wird. Das gehört zu den neuesten Erkenntnissen, die das Hubble-Weltraumteleskop lieferte. Die gute Nachricht sei, dass sich die "Dunkle Energie" nicht so schnell ausdehne, dass in nächster Zeit ein Ende des Universums zu befürchten sei, sagte der Wissenschaftler Adam Riess. Er stützte damit eine frühe Theorie Albert Einsteins. Die Hubble-Forscher hatten das Weltraumteleskop in eine Art Suchmaschine für Supernovae umprogrammiert. Spätere Theorien besagen, dass es möglicherweise keine konstante Bewegung ist, sondern die geheimnisvolle Kraft möglicherweise immer stärker wird und das Universum dann auseinander reißen könnte. Die Bilder aus der Frühzeit des Universums bestätigten nun Einsteins frühe Theorie, dass die "Dunkle Energie" nicht so schnell auseinandertreibt. "Einsteins Theorie sieht nun viel besser aus als vorher ohne die Daten", sagte Riess. Die mysteriöse Energieform macht etwa 70 Prozent des Universums aus, während die normale Materie, aus der alle Sterne, Planeten und Lebewesen bestehen, nur etwa 4 Prozent des gesamten Inhalts des Universums repräsentiert. Bekannt ist über die "Dunkle Energie" praktisch nichts. Wissenschaftler versuchen seit Jahren ihre zwei Haupteigenschaften zu erkunden, die Stärke und ihre Beständigkeit. Mit ihrer Untersuchung lieferten Riess und seine Mitarbeiter nach Angaben der Nasa nun erste Hinweise auf die Beständigkeit.
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