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Rund um den Globus gibt es weit über 20.000 verschiedene Biere, doch wohl kein Zweites ist so legendär wie GUINNESS®. Bereits seit 1759 von Arthur Guinness gebraut, ist es heute das weltbekannte Kult-Produkt der GUINNESS® Brauerei in Dublin geworden. Und zu einer der größten internationalen Biermarken, die in über 150 Ländern der Erde getrunken wird. Denn die samtschwarze "Muttermilch der Iren", wie GUINNESS® liebevoll im irischen Volksmund genannt wird, begeistert offensichtlich auch den Rest der Welt. Eigentlich kein Wunder. Denn jede große Legende hat ihr kleines Erfolgsgeheimnis. Und das Geheimnis der schwarzen Farbe von GUINNESS® ist natürlich besonders gut behütet und liegt in der Verwendung von geröstetem Malz. GUINNESS® hat nicht mehr Alkohol und Kalorien, als ein normales Bier. Nur deutlich mehr Charakter. Im Jahr 1759, im Alter von 34 Jahren, übernahm Arthur Guinness eine kleine, leer stehende Brauerei auf St. James' Gate, Dublin. Für diese Brauerei schloss er einen Pachtvertrag über 9.000 Jahre ab und zahlte jährlich eine Rate von £ 45. Der hohe Qualitätsstandard von GUINNESS® ermöglichte dessen Transport über weitere Strecken, die andere Biere nicht überstanden hätten. 1800–1810 wurde GUINNESS® bereits an die West Indies verkauft.
Zehn Jahre später schon an den West- und Ostküsten Afrikas und noch im Jahr 1849 begann der Export von GUINNESS® nach Nordamerika. Heute ist GUINNESS® eine der wenigen Biermarken mit internationalem Format. Sie wird in über fünfzig Ländern gebraut und in über hundertfünfzig Länder getrunken. Es würde Arthur Guinness angesichts dieser Fakten nicht wundern, dass heute jeden Tag an die 10 Millionen Gläser GUINNESS® serviert werden.
Hopfen - Der Hopfen gibt GUINNESS® seinen markanten Geschmack und das Aroma. Außerdem dient er als natürliches Konservierungsmittel, welches es schon früh ermöglichte, GUINNESS® in alle Welt zu exportieren. Der Hopfen für GUINNESS® wird unter anderem auch aus Deutschland importiert.
Hefe - Die spezielle obergärige Hefe ist eins der besonderen Geheimnisse in der Herstellung von GUINNESS®. Durch sie entsteht der Alkohol während des Brauprozesses. Sie ist ein so bedeutender Bestandteil der Produktion, dass auch heute noch ein Teil der ursprünglichen Hefe, die von Arthur Guinness verwendet wurde, bei GUINNESS® im Safe liegt. Wasser - Das Wasser hat einen starken Einfluss auf den Geschmack eines Bieres. Schon zu Arthur Guinness' Zeiten war das Wasser der Wicklow Mountains für seine besondere Reinheit und den Geschmack berühmt und wurde für die Brauereien in St. James' Gate verwendet. Heute wie damals wird es von der Quelle zur Brauerei gepumpt und sorgt dort für den besonderen Geschmack des Bieres. Zunächst wird die Gerste gemälzt. Dabei wird sie in Wasser eingelegt, bis sie zu quellen beginnt - dabei wandelt sich die Stärke in Zucker. Danach wird die Gerste getrocknet. Das Ergebnis ist Malz. Das Malz wird mit etwas gerösteter Gerste vermischt, wodurch das Bier später seine dunkle Färbung erhält. Die Mischung wird mit heißem Wasser zerstampft und zu Maische verarbeitet - auf Englisch "Wort" genannt.
Die Maische wird in einen riesigen Kessel geleitet und dort mit dem Hopfen vermengt. Diese Mischung kocht für mehrere Stunden und wird danach gefiltert. Im nächsten Schritt wird die Flüssigkeit in einem Gär-Kessel mit Hefe versehen. Während dieser Gärung, die mehrere Stunden dauert, wandelt sich ein Teil des Zuckers in Alkohol um. Nach dem Gären wird die Hefe mit Hilfe einer Zentrifuge entfernt. Die fertige Flüssigkeit wird "green beer" genannt, da sie noch nicht ganz gereift ist. Nach einigen Tagen im Lager werden alle übrigen Hefe-Reste entfernt. Nach diesem Schritt wird das Stout - trotz seiner dunklen Färbung - "bright beer" genannt. Der letzte Schritt ist der Schwierigste: trotz exakt gleicher Verarbeitung gibt es immer leichte Geschmacksunterschiede - das lässt sich bei Produkten aus 100% natürlichen Zutaten nicht vermeiden. Darum müssen speziell geschulte Mitarbeiter die einzelnen Produktionschargen kosten und so miteinander vermischen, dass immer der gleiche, typische GUINNESS®-Geschmack dabei herauskommt. Der wohl beliebteste Job in der GUINNESS®-Brauerei. Sind die Experten mit dem Geschmack einverstanden, darf sich das Stout endlich GUINNESS® nennen und wird zum Weitertransport abgefüllt. Es gibt nur Weniges, was am Ende eines langen Tages mit einem frischen Draught GUINNESS® konkurrieren kann. Das liegt nicht zuletzt an der ungeheuren Hingabe, mit der es vom Wirt gezapft wird: Gut gekühlt, fließt es sanft in einem Winkel von 45 Grad ins Glas. Dort entsteht sofort die einzigartige GUINNESS® Brandung, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Denn erst wer das fast zweiminütige Schauspiel im Glas gesehen hat, weiß wirklich, was "Vorfreude" bedeutet.
Wer also das nächste Mal ein Draught GUINNESS® [Draught - gesprochen: Draaft] bestellt, sollte dann unbedingt einen Blick über die Theke werfen. Beobachten Sie den Wirt bei seinem Ritual. Und freuen Sie sich auf das samtschwarze Ergebnis mit dem weißen, cremigen Schaum. Draught heißt übrigens zu Deutsch: "Gezapftes". GUINNESS® ist mehr als nur ein Bier und darum wird es auch nicht einfach nur ins Glas gegossen. Richtig eingeschenkt ist ein frisches GUINNESS® schon vor dem ersten Schluck ein echtes Erlebnis, denn während das Bier in das Glas läuft, entsteht der typische "GUINNESS®-Surge". Durch die Kohlensäure wirkt das Draught zunächst bräunlich. Während die kleinen Bläschen im Glas langsam nach oben perlen, entsteht der Eindruck einer Brandung, die nach dem Abebben ein dunkles Bier mit einer weißen, cremigen Schaumkrone hinterlässt. Jedes Mal von neuem ein Schauspiel. Wichtige Voraussetzung dafür ist ein sauberes Glas und die richtige Temperatur des Biers. Eine gewisse Übung im Umgang mit Glas und Zapfhahn ist natürlich auch erforderlich. Das Perfect Pint ist eine Kunst für sich. Besonders künstlerisch veranlagte Zapfhahn-Spezialisten setzten aber noch einen oben drauf: mit dem Zapfhahn malen sie ein irisches Kleeblatt in den frischen, festen Schaum. So vorbereitet ist ein frisches, kühles GUINNESS® eine wahre Freude für Auge und Mund. Und welches andere Bier kann das schon von sich behaupten?
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