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‚Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens’ ist ein expressionistischer deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1922. Der Horrorfilm von Friedrich Wilhelm Murnau war eine seinerzeit nicht autorisierte Verfilmung des Romans Dracula von Bram Stoker. Er wurde am 5. März 1922 uraufgeführt. Der Film ist eine retrospektive Erzählung der Notizen des Stadtschreibers von Wisborg über eine Pestepidemie in der Stadt im Jahre 1838 in fünf Akten: Der Immobilienmakler Knock bekommt den Auftrag, für den in den Karpaten lebenden Grafen Orlok ein Haus in seiner Stadt zu suchen. Er entscheidet sich für das schnelle Geld und will ihm das verfallene Haus genau gegenüber seinem verkaufen. Er schickt seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zu Graf Orlok, um jenem das Angebot zu unterbreiten. Schon kurz bevor Hutter das Schloss erreicht, bemerkt er, dass die Einwohner des Ortes sich fürchten. Sie stecken ihm heimlich ein Buch über Vampire zu, was ihn zunächst eher amüsiert. Graf Orlok ist ein düsterer, schmächtiger, eingefallener Mann. Als er ein Foto von Hutters Frau Ellen sieht, ist er sofort angetan von deren Schönheit und unterschreibt den Vertrag für das alte Haus. Doch in dieser Nacht erkennt Hutter, was er getan hat: Er hat das Grauen einen Vertrag unterschreiben lassen und ihm damit zum Einzug in seine Stadt verholfen. Er erkennt, dass er am nächsten Morgen zwei Bissmale am Hals hat und Orlok ein Vampir ist. Tatsächlich erscheint der Graf des Nachts in seinem Zimmer und will sein Blut trinken, doch im fernen Wisborg erwacht Ellen aus dem Schlaf, merkt, dass etwas nicht stimmt und ruft den Namen ihres Mannes. Orlok scheint dies zu hören und lässt ab. Er macht sich auf einem Schiff auf den Weg von Varna nach Wisborg; Hutter ebenfalls. Auf dem Schiff stirbt nach und nach die gesamte Besatzung an der Pest. Knock, inzwischen dem Wahnsinn verfallen, wartet auf die Ankunft seines „Meisters“. Fast zeitgleich kommen Hutter und das steuerlose Schiff in der Stadt an, in der vom gleichen Augenblick an die Pest ausbricht. Auffälliges Merkmal aller Opfer: Wundmale am Hals. Ellen liest entgegen der Warnung Hutters das Vampir-Buch und kann daraus entnehmen, wie man dem Treiben von Vampiren ein Ende bereiten kann. Eine unschuldige Frau muss sich opfern und Ellen beschließt, selbst diese Rolle zu übernehmen. Kurz vor dem Morgengrauen schickt sie Hutter aus dem Haus. Sie öffnet das Fenster und lässt den Vampir ein, der den ersten Hahnenschrei verpasst und sich im Sonnenlicht auflöst. Sie stirbt, doch die Stadt ist von der Plage befreit. Obwohl Nosferatu explizit auf Dracula basiert, taucht dessen Name nicht auf, da der Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau die Rechte an Stokers Buch nicht bekam. Also benannte er den Vampir einfach in „Graf Orlok“ um, veränderte die Geschichte leicht und drehte seinen Film ohne Erlaubnis von Bram Stokers Erben. Die Vorstellung, dass Vampire lichtscheu sind, was in allen Vampirgeschichten eine Rolle spielt, geht auf diesen Film zurück. In der Originalvorlage war dies nämlich nicht der Fall. Obwohl Bram Stokers Witwe, Florence Stoker, 1924 vor einem Berliner Gericht die endgültige Vernichtung aller Negative und Positive von Nosferatu gerichtlich erwirkte, konnten einige Kopien auf abenteuerliche Weise gerettet werden, und der Film existiert heute in verschiedenen Versionen. 1929 erzwang Florence Stoker schließlich noch einmal die Vernichtung. Mittlerweile waren jedoch Kopien nach Frankreich und Amerika gelangt. 1930 konnte das Hollywood-Studio Universal die Blockade der Stoker-Witwe überwinden. Die ausgeklügelte Bildkomposition und die schauspielerische Leistung von Max Schreck machten Nosferatu zu einem vielbeachteten Klassiker des Horrorfilms und – neben Metropolis und Das Cabinet des Dr. Caligari – zu einem der einflussreichsten deutschen Filme seiner Zeit. Murnau verwendet Techniken des Spannungsaufbaus, die Jahrzehnte später in 2001: Odyssee im Weltraum, Halloween oder Signs Verwendung finden. Das „Wisborg“ des Filmes ist im Wesentlichen die mecklenburgische Hafenstadt Wismar, die im Film gut wiederzuerkennen ist, da sich viele Kulissen des Filmes bis heute unverändert erhalten haben; so wurde die erste Einstellung des Films vom Turm der Marienkirche aus gefilmt und zeigt die berühmte Wismarer Wasserkunst. Außer in Wismar drehte Murnau auch in Rostock und Lübeck. Die Aufnahmen der Burg des Grafen Orlok entstanden auf Schloss Oravský. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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