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nostromo
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Satan [hebrä. "Gegner" bzw. "Feind"] ist der Gegenspieler Gottes. Daher ist Satan das personifizierte Böse. Viele Bibelgläubige halten Satan für ein reales Wesen, einen von Gott geschaffenen Geist. Satan und die Geister, die ihm folgten, rebellierten gegen Gott. Sie wurden von ihrem Schöpfer aus dem Himmel verbannt.

Theologen fragen sich, warum der Allmächtige die „gefallenen Engel" nicht einfach vernichtete, so wie er es angeblich mit seinen anderen Schöpfungen tat, als es ihnen nicht gelang, rechtschaffen zu sein [er rettete nur Noah und seine Familie]. Es wurde Satan gestattet, sein eigenes Königreich in der Hölle zu errichten und Teufel in alle Welt zu schicken, um Bekehrungswillige zu suchen.

Die Welt der Dämonen scheint nur aus einem einzigen Zweck errichtet worden zu sein: Um die Menschen in Versuchung zu bringen, sich von Gott abzuwenden. Warum Gott es Satan gestatten sollte, dies zu tun, wird im Buch Hiob erklärt. Als Hiob Gott fragt, warum er es zulässt, dass Satan ihn quält, bekommt er eine klare und endgültige Antwort:

Wo warst du, als ich die Erde gründete? (Hiob,38,4). Die Geschichte Hiobs wird von Theologen verschieden interpretiert, aber meine Interpretation ist, dass niemand weiß, warum Gott Satan leben und uns quälen lässt. Gott ist Gott und kann tun, was immer Er will. Wer ist's, der den Ratschluss verdunkelt mit Worten ohne Verstand? [Hiob,38,2].


Als geistiges Wesen ist Satan weder männlich noch weiblich; er wird jedoch meist, wie sein Schöpfer, als männliches Wesen bezeichnet. Viele glauben, dass Satan – oder der „Teufel", wie er oft genannt wird – in Menschen „einfahren" kann. Diese „Besessenheit" ist die Übernahme des Körpers durch den Teufel. Die katholische Kirche führt auch heute noch Exorzismen bei jenen durch, die man für besessen hält.

Von Jesus wird gesagt, er habe Dämonen gebannt, d.h. Exorzismen durchgeführt, und die Kirche behauptet von sich, von Jesus dieselbe Macht erhalten zu haben. In all den Jahrhunderten glaubten viele Fromme, Menschen mit bestimmten geistigen oder körperlichen Erkrankungen seien von Satan besessen.

Häufiger als direkte Besessenheit war jedoch immer die Beschuldigung, jemand habe Umgang mit dem Teufel. Satan werden viele Superkräfte zugeschrieben, unter ihnen auch die Fähigkeit, sich als Mensch oder Tier auszugeben. Dieser Umgang wurde als häufig rein körperlich und meist sexueller Natur betrachtet.

Für den größten Teil der Geschichte des Christentums gibt es Berichte von Satan, der Sex mit Menschen hat, entweder als Incubus [männlicher Teufel] oder als Succubus [weiblicher Teufel]. Hexen und Zauberer galten bei vielen als die Frucht dieser Verbindungen. Sie wurden als besonders bösartig gesehen, da sie einige der teuflischen Kräfte erbten.

Gut und Böse

Die Vorstellung von einem Kampf zwischen den Kräften des Guten und des Bösen kultivierte der persische Zoroaster-Kult, dessen Gedankengut auch die frühe Kirche und das Judentum beeinflußte. Satan verkörpert in der monotheistischen Religion, die nur einen Gott kennt, das Böse.

Dabei ist Satan der Repräsentant des forschenden Intellekts, der unzufrieden mit bloß demütigen Glauben ist, er ist Meister in allen Wissenschaften, rhetorisch begabt wie kein zweiter und ein Künstler der Musik.

Seine Verführungskünste sind unübertroffen. Abgebildet wird er in dieser Zwiespältigkeit häufig als schöner junger Mann mit Hörnern, Schwanz und Hufen. Okkultisten dient Satan als Projektionsfläche, welche die andere, dunkle Seite der Welt aufzeigt.

Da liegt nahe, daß gelegentlich die Rollenverteilung von Gott und Satan angezweifelt wird. Im apokryphen Johannes-Evangelium sagt Jesus: „Mein Vater änderte sein Aussehen wegen seines Stolzes. Das Licht wurde von ihm genommen und sein Gesicht wurde wie das eines Menschen. Mit seinem Schwanz zog er den dritten Teil der Engel Gottes an sich, er wurde aus dem Sitz Gottes geworfen.“

666

Sechshundertsechsundsechzig [666] ist eine Zahl, die im Rahmen des Okkultismus, der Zahlenmystik und der christlichen Kabbala besondere Bedeutung hat. Sie wird als Zahl des Tieres oder Zahl des Antichristen bezeichnet. Die heutige Bekanntheit der Zahl wurde durch Aleister Crowley geprägt, einen Magier und Okkultisten des frühen 20. Jahrhunderts, der sich selbst The Great Beast [Das große Tier] nannte und der mit dem biblischen Negativimage der Zahl 666 für sich als Magier warb.

Der Ursprung findet sich in der Bibel in der Offenbarung des Johannes [Apokalypse], einem Stück frühchristlicher Untergrundliteratur aus der Zeit der ersten Christenverfolgungen. In [Offb 13,18] heißt es folgendermaßen: „Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist ‚sechshundertsechsundsechzig‘.“

Der Natur der Johannesoffenbarung als Untergrundliteratur entspricht, dass konkrete Hinweise auf Namen und Orte chiffriert sind, so wie in Kapitel 17,9 Babylon nach vorherrschender Meinung für Rom steht. Die Zahl 666 stellt also die verschlüsselte Form eines Namens [Offb 13,17: „die Zahl seines Namens“] dar.

Historisch verweist diese Textstelle auf den Brauch, Zahlen mit Buchstaben zu schreiben, wie man es von den Römischen, Hebräischen und Griechischen Zahlen her kennt, und aus den Zahlwerten von Wörtern Berechnungen anzustellen, wie es seit einigen Jahrhunderten im Judentum verbreitet war. In einer der ältesten gefundenen Versionen der Offenbarung des Johannes ist nicht von der 666, sondern von 616 die Rede.

Die hebräische Bibel erwähnt die Zahl 666 schon bei 1. Kön 10, 14; 2. Chr 9, 13: „Das Gewicht des Goldes aber, das bei Salomo in einem Jahr einging, betrug 666 Talente Gold...". Es gibt Hinweise darauf, dass nicht 666 die Zahl des Tieres ist, sondern vielmehr 616:

Friedrich Engels diskutierte, wie man die „sehr alte Lesart“ der Offenbarung des Johannes erklären könne, wonach 616 die Zahl des Tieres sei. Der Kirchenvater Irenäus von Lyon wusste, dass in vielen Schriften statt der 666 die 616 zu lesen ist. Er entschied sich allerdings, die 616 für einen Schreibfehler zu halten und nicht die 666. In der auf den Schweizer Reformator Huldrych Zwingli zurückgehenden „Zürcher Bibel“ steht die Zahl 616.

Hölle

Hölle ist die Bezeichnung für die in vielen Religionen, Kulten und Sekten herrschende Vorstellung von der jenseitigen Unterwelt als Ort oder Zustand der Qual und Aufenthaltsort der Dämonen, an den zur jeweiligen Religion Unbekehrte oder Übeltäter [zusammengefasst: die Bösen] nach ihrem Tode gelangen. Der Begriff "Hölle" [engl. hell] stammt vom Begriff Hel aus der germanischen Mythologie.

In christlichen und nichtchristlichen Religionsgemeinschaften und Sekten wird die Hölle meist als ein möglicher Ausgang des so genannten Jüngsten Gerichts gesehen, als Strafe der Verdammnis, im Gegensatz zum Zustand absoluter Glückseligkeit [genannt "Paradies", "ewiges Leben" oder "Himmel"] und in Abgrenzung zum Fegefeuer. In die Hölle gelange der Mensch, der sich nicht entsprechend gewisser Verhaltensregeln der jeweiligen Religionsgemeinschaft verhalte bzw. deren Glauben nicht teile.

Während die Hölle in einigen Weltreligionen der Läuterung dient und ein Ende hat [entweder insgesamt oder zumindest für jeden einzelnen] und somit ein Mittel der Besserung ist, geht die Lehre der großen christlichen Religionsgemeinschaften von einer ewigen Hölle aus - einer Strafe als unveränderlichem Zustand, nicht als endlichem Vorgang.

Die Hölle wird im westlichen Kulturraum häufig als Höllenrachen, als lodernder Flammenort und auch als Höllenberg dargestellt. Die Ostkirche kennt auch den Feuerfluss und den Drachenschlund.

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