hosted by: www.uboot.com   www.uboot.com  
nostromo
user status:  user status 
 ۞ meum est propositum in taberna mori ۞
 offline  visits: 58.236  

nostromo » blog » ۞

۞

Sensenmann

Der Sensenmann [auch Gevatter Tod] ist eine aus dem Mittelalter stammende personifizierte Allegorie des Todes. In der bildenden Kunst und in der darstellenden Kunst wird der Sensenmann als menschliches Skelett mit breitkrempigem Hut dargestellt. Manchmal trägt er einen nahezu alles bedeckenden Umhang bzw. eine Kutte mit Kapuze die entweder einen skelettierten Körper verbergen soll, oder leer ist.

Er trägt eine Sense, ein Stundenglas [Sanduhr] oder ein Schwert. Mit der Sense mäht er einem Schnitter gleich seine Ernte. Er beendet damit also das Leben. Das Stundenglas in der anderen Hand verdeutlicht die zeitliche Begrenzung alles Lebendigen. Literarische Darstellung findet er unter anderem in Grimms Märchen Der Gevatter Tod.

Als Figur erscheint der Sensenmann z.B. im Film Die letzte Nacht des Boris Gruschenko von Woody Allen sowie in Der Sinn des Lebens von Monty Python, wie auch in den Scheibenwelt-Romanen von Terry Pratchett, wo Tod in jedem Buch mindestens einen Kurzauftritt hat, und in manchen Romanen sogar eine Hauptrolle spielt. Die österreichische Band EAV hat ihm auch ein eigenes Lied [Der Tod] gewidmet. Im Allgemeinen findet sich die Figur des Todes heutzutage oft in der Musik des Gothic und in fast allen Spielarten des Metals wieder, sowohl in deren Texten wie auch auf Covern und Textilien, teilweise wurden dem personifizierten Tod sogar schon ganze Konzeptalben gewidmet.

Todessymbolik

Als Todessymbolik wird die symbolische, häufig allegorische, Darstellung des Todes in verschiedenen Kulturen bezeichnet. Typischerweise kann man Todessymbole in zwei Kategorien aufteilen: hoffnungsvoll, geborgenheitsspendend, befreiend oder aber hoffnungslos, angsterfüllend, begrenzend. Bildhafte Allegorien des Todes: Sensenmann, Das Ausschlüpfen des Schmetterlings aus der Puppe [vgl. chines. Philosoph Zhuangzi]. Der schöne Jüngling im lilienweißen Gewand mit dem «Trank des Vergessens». Das Kreuz [†], Sanduhr, Der Totenschädel. Sprachliche Allegorien: Sensenmann [auch Gevatter Tod], Schnitter, Herr des Rades, Meister der Brücke, Freund Hein.

Halloween

Zum Ursprung von Halloween gibt es unterschiedliche Erklärungen: Eine dieser Erklärungen sieht einen keltischen Ursprung. Sie verweist dazu auf das ursprünglich in der Nacht des elften Neumondes eines Jahres gefeierte Fest des keltischen Neujahrfestes Samhain, das als Beginn der dunklen Jahreszeit zugleich ein Fest für die Toten war. Die für die Toten zuständige Gottheit erlaubte den Seelen der Verstorbenen des jeweiligen Jahres, an diesem Tag zurückzukehren. Um sie zu besänftigen und böse Geister abzuwehren, wurden Opfer gebracht, Zaubersprüche und Magie praktiziert. Historisch oder archäologisch gibt es allerdings keinerlei Hinweise auf irgendeinen keltischen Totengott oder irgendein Ritual namens "Samhain". Bekannt sind die Namen von ungefähr 350 keltischen Gottheiten. Ein "Sam Hain" gehört nicht dazu.

Auch in keltischen Wörterbüchern ist kein "Samhain" erwähnt. Laut McBain's Etymological Dictionary of the Gaelic Language bedeutet "samhuinn" [so die schottisch-gälische Schreibweise] "Hallow-tide" [holiday], gemeint ist "Ende des Sommers". Nach Oxford English Dictionary [OED, Ausgabe auf CD-ROM, Oxford University Press 1999] ist Samhain der erste Tag des November bei den alten Kelten, an diesem Tag feierten sie den Winteranfang und zugleich Neujahr, entsprechend ihres Kalenders [erste angegebene Quelle 1888 J. Rhys Lect. Orig. & Growth Relig. as illustr. by Celtic Heathendom v. 518] Der alte keltische Kalender begann am 1. November, somit war der Letzte Tag des Oktober zugleich der letzte Tag im alten Jahr.

Die katholische Kirche verlegte Allerheiligen im Jahre 835 vom ersten Sonntag nach Pfingsten auf den 1. November. Nach einer verbreiteten Ansicht wurde von den Katholiken dieser Termin bewusst ausgewählt, um einen Gegenpol zu den heidnischen Festlichkeiten zu setzen; allerdings gibt es dafür keine Belege. Das Allerheiligenfest wurde zuerst in Italien gefeiert, während die Bräuche um Halloween erst viel später verbürgt sind. Aus dem Allerheiligenfest entstand jedenfalls der Name Halloween - zusammengesetzt aus dem englischen Sprachgebrauch All Hallows Eve [OED: 1556 "Halhalon evyn" Chron. Grey Friars], von eve [evening, Vorabend] und hallow [Heiliger].

Es ist aber nicht auszuschließen, dass Halloween sowohl christliche als auch keltische Wurzeln hat. Da die keltischen Völker der britischen Inseln zu den ersten in Europa gehörten, die den christlichen Glauben annahmen - und zwar damals noch ohne Zwang -, ist eine Abgrenzung der Wurzeln solcher Bräuche aus heutiger Sicht sehr schwierig. An Allerheiligen wird nach katholischer Sitte für die Verstorbenen gebetet [zunächst für die, die nach christlicher Lehre vorbildlich gelebt haben, dann aber auch [Allerseelen]: für alle Verstorbenen]. Damit verbindet sich die Vorstellung, dass es den Seelen dadurch im Jenseits besser ergehen möge [dass ihre Qualen im Fegefeuer erleichtert werden].

In vielen katholischen Ländern gab es den vermutlich auf vorchristliche Vorstellungen zurück gehenden Volksglauben, dass zwischen Allerheiligen [1. November] und Allerseelen [2. November], dem Tag, an dem für die Verstorbenen gebetet wird, die Trennwand zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten besonders leicht zu durchdringen sei. Eine christianisierte Variante davon ist der zum Beispiel in Irland verbreitete Glaube, dass die Toten in diesen Tagen noch einmal aus dem Fegefeuer zurückkehren würden, um in ihre Häuser zu gehen und die Angehörigen um deren Fürbitte zu ersuchen. Anders als heute begann der neue Tag früher nicht um Mitternacht, sondern abends. [Dass das Weihnachtsfest mit dem Heiligen Abend beginnt, geht u.a. ebenfalls auf diese Tradition zurück.]

Dabei gab es grundsätzlich zwei Ideen, wie damit umzugehen sei: Die einen stellten den Toten allerlei Leckereien bereit, auf dass sie gerne und für kurze Zeit auf die Erde zurückkehren sollten. So wollte man auch nach dem Tod von Verwandten den Kontakt zu ihnen aufrecht erhalten. Daraus entstand ein großes Fest, mit Lagerfeuer und Festmahl. Aufgrund des Jahreswechsels wurde meditiert und Voraussagungen für das nächste Jahr gemacht: Es ging um Krieg, Frieden, Politik, Ernten und Krankheiten. Andere fürchteten, dass die Toten ins Leben zurückkehren wollten und dazu Besitz von den Lebenden ergreifen wollten. Daher zogen sie sich in dieser Nacht möglichst schrecklich an und verkleideten sich, damit die Toten und Geister an ihnen vorbeigehen und sie nicht als Lebende erkennen. Die Masken und Verkleidungen dienten also zur Abschreckung.

Beide Ideen lassen sich zwar nicht wirklich mit christlichen Vorstellungen vereinbaren, ermöglichen aber Allegorien auf den Kampf zwischen Gut und Böse. Insofern ist auch ein Zusammenhang mit christlichen Fastnachtsbräuchen nicht auszuschließen; auch vor Weihnachten gab es im Mittelalter eine 40-tägige Fastenzeit.

Die für Halloween typischen Symbole sind Teufel, Gespenster, Dämonen und Knochenmänner; Hexen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten mit einer schwarzen Katze auf den Schultern; Gnome und Zwerge; Eulen, Spinnen und Vampire. Hexe mit Besen und Katze Typischer Kürbis Gespenst Jack-O-Lantern mit Katze Hexe mit Besen und Katze Besonders der zur Laterne umfunktionierte ausgehöhlte Kürbis gilt in den USA als Synonym für diesen Tag. 

Die Laterne nennt man "Jack-O'-Lantern". Gemäß einer Sage kam der beleuchtete Kürbis zu diesem Namen, weil ein Hufschmied namens Jack O., der ein richtiger Raufbold und Trinker war, einen Pakt mit dem Teufel einging. Der Teufel versprach Jack, ihn für sieben Jahre zum besten Hufschmied im Lande zu machen, wenn er ihm seine Seele verkaufe. Jack willigte in den Pakt ein und hängte zum Zeichen seines neuerworbenen Könnens einen ausgehöhlten und von innen beleuchteten Kürbis am Eingang seiner Schmiede auf. Wie in vielen Sagen und Geschichten, in denen Menschen ihre Seele dem Teufel verkauften, nahm es mit Jack ein böses Ende. Seine Strafe war für alle Zeiten mit seiner Jack O'Lantern durch die Welt zu ziehen.

Counter
0 kommentare   0 trackbacks